Häufig gestellte Fragen

  • Warum malst du ?

    Weil Bilder Dinge sagen können, für die Worte nicht reichen.

    Ich male nicht, um Räume zu dekorieren.
    Ich male, um Erinnerungen sichtbar zu machen.
    Um Gefühle festzuhalten, die man nicht greifen kann.

    Malerei ist für mich ein stiller Dialog – zwischen Licht und Dunkel, zwischen Leben und Vergänglichkeit.

  • Was bedeutet „Día de los Muertos“ für dich?

    Weil es kein Fest des Todes ist.
    Sondern ein Fest der Erinnerung.

    In Mexiko wird der Tod nicht verdrängt.
    Er wird integriert.
    Mit Würde. Mit Farbe. Mit Licht.

    Diese Haltung berührt mich.
    Sie verändert den Blick auf das Leben – und genau darum geht es in meinen Arbeiten.

  • Was ist MEXICUADRO®?

    MEXICUADRO® ist mein künstlerisches Projekt.
    Der Name verbindet „México“ und „Cuadro“ (Gemälde).

    Es steht für zeitgenössische Malerei mit mexikanischer Inspiration – reduziert, würdevoll und ohne folkloristischen Kitsch.

  • Wo arbeitest du?

    Ich arbeite in meinem Atelier in Berlin.
    Die Bildwelt ist inspiriert von Oaxaca, Monte Albán und mexikanischer Symbolik – umgesetzt mit europäischer Bildtradition und starkem Hell-Dunkel-Kontrast. Ich pendle auch zwischen Oaxaca und Berlin da ich meine Familie & Freunde in Mexico besuche.

  • Welche Techniken verwendest du?

    Ich arbeite mit:

    Acryl auf Leinwand

    Öl- und Farbstiften

    Schichttechniken (Lasur, Struktur, Spachtel)

    Teilweise Gold- und Pigmentstrukturen

    Meine Werke entstehen in mehreren Ebenen – sowohl technisch als auch inhaltlich.

  • Sind deine Werke Originale oder Drucke?

    Die gezeigten Arbeiten sind Originale.
    Limitierte Drucke sind projektbezogen möglich, stehen aber nicht im Mittelpunkt meiner Arbeit.

    Der Fokus liegt auf handgefertigten Unikaten.

  • Arbeitest du auf Anfrage oder nur frei?

    Ich entwickle freie Serien, arbeite aber auch an ausgewählten Auftragsarbeiten – sofern Thema und künstlerische Linie zusammenpassen.

  • Warum sind deine Arbeiten so farbenreich?

    Farben tragen Emotionen.
    In meiner Malerei stehen sie für Leben, Erinnerung und Energie.

    Ich arbeite bewusst mit starken Kontrasten und intensiven Farbtönen, weil sie Geschichten sichtbar machen können, die Worte nicht ausdrücken. Viele meiner Motive sind von der mexikanischen Kultur inspiriert – dort sind Farbe, Leben und Tod untrennbar miteinander verbunden.

  • Welche Rolle spielt deine persönliche Geschichte?

    Ein wichtiger Teil meiner Arbeit ist durch meine Zeit in Mexiko geprägt.
    Ich habe eine Zeit lang in Oaxaca gelebt und dort viele prägende Erfahrungen gemacht. Bis heute verbindet mich eine enge Beziehung zu meiner Familie und zu den Menschen vor Ort.

    Diese Erlebnisse, die Kultur und die Bildwelt Mexikos fließen in meine Arbeiten ein.
    Meine Malerei ist deshalb keine touristische Darstellung – sondern eine persönliche Interpretation aus Erinnerung, Begegnung und Verbundenheit.

  • Kann man deine Werke live sehen?

    Mein Atelier ist in erster Linie ein persönlicher Arbeits- und Kreativraum.
    Dort entstehen meine Bilder – es ist kein klassischer Ausstellungsraum.

    Wenn Arbeiten öffentlich gezeigt werden, geschieht das im Rahmen von Ausstellungen oder ausgewählten Präsentationen. Aktuelle Informationen dazu findest du im Bereich „Ausstellungen“.

  • Wie läuft ein Kauf ab?

    Meine Arbeiten verkaufe ich hauptsächlich über meinen Shop auf Etsy.
    Dort werden verfügbare Werke, Drucke und aktuelle Arbeiten regelmäßig eingestellt.

    Etsy bietet eine sichere Bestell- und Zahlungsabwicklung sowie internationalen Versand.
    Den direkten Link zu meinem Shop findest du hier Etsy.de

  • Warum sollte man ein Original kaufen?

    Ein Original ist physische Präsenz.
    Struktur. Material. Tiefe.

    Kein Bildschirm kann das ersetzen.

  • Was inspiriert dich wirklich?

    Mich inspiriert nicht das Offensichtliche.
    Nicht die Postkarten-Version von Mexiko.

    Mich inspiriert Würde.
    Alte Mauern.
    Kerzenlicht.
    Stille Friedhöfe.
    Monte Albán bei Nacht.

    Und die Frage:
    Wie kann Erinnerung sichtbar werden?

  • Welche Rolle spielt Vergänglichkeit in deiner Kunst?

    Vergänglichkeit ist kein Ende.
    Sie ist Transformation.

    „Día de los Muertos“ zeigt genau das:
    Was geht, bleibt trotzdem.

    Meine Bilder versuchen, diesen Moment zwischen Verschwinden und Bleiben festzuhalten.

  • Was unterscheidet deine Arbeiten von klassischer Catrina-Kunst?

    Ich arbeite nicht dekorativ.
    Ich reduziere.

    Keine Überladung.
    Keine folkloristische Romantik.
    Keine Souvenir-Ästhetik.

    Ich suche die Würde im Motiv – nicht das Ornament.

  • Warum ist der Blick deiner Figuren oft so intensiv?

    Weil der Blick die Verbindung ist.

    Zwischen Werk und Betrachter.
    Zwischen Innen und Außen.
    Zwischen Erinnerung und Gegenwart.

    Ich arbeite lange an den Augen.
    Sie entscheiden, ob ein Bild lebt.

  • Wie lange dauert ein Werk?

    Zeit ist kein fester Faktor.

    Ein Bild entsteht in Schichten.
    Manche sind sichtbar, manche nicht.

    Manchmal ruht ein Werk Tage oder Wochen, bevor es weitergeht.
    Nicht alles lässt sich erzwingen.

  • Welche Farben dominieren deine Arbeiten – und warum?

    Meine Arbeiten sind geprägt von intensiven, lebendigen Farben.
    Kräftige Rot-, Blau-, Türkis- und Orangetöne spielen dabei eine große Rolle.

    Farben sind für mich ein zentrales Ausdrucksmittel. Sie transportieren Energie, Emotion und Bewegung im Bild. Viele dieser Farbwelten sind von meinen Eindrücken aus Mexiko inspiriert – einer Kultur, in der Farbe, Symbolik und Leben eng miteinander verbunden sind.

  • Was bedeutet Monte Albán in deiner Bildwelt?

    Monte Albán ist ein Symbol.

    Eine Stadt über der Stadt.
    Eine Kultur über der Zeit.

    Es steht für Geschichte, für Fundament, für Erinnerung.

    Selbst wenn es nicht sichtbar ist – es ist oft gedanklich im Bild.

  • Ist deine Kunst politisch?

    Nicht im direkten Sinn.

    Aber sie ist kulturell bewusst.
    Sie stellt Fragen nach Identität, Herkunft, Erinnerung und Würde.

    Und das ist immer auch gesellschaftlich.

  • Wie wichtig ist dir Handarbeit?

    Essentiell.

    Struktur.
    Pigment.
    Pinselspur.

    Ich möchte, dass man sieht, dass eine Hand gearbeitet hat.
    Perfektion ohne Spuren interessiert mich nicht.

  • Was passiert, wenn jemand ein Werk von dir kauft?

    Ein Werk verlässt mein Atelier.
    Aber es beginnt ein neues Leben.

    Ich sehe Kunst nicht als Produkt, sondern als Begleiter.
    Ein Bild verändert einen Raum – und der Raum verändert das Bild.

  • Hast du Angst vor Wiederholung?

    Nein.

    Aber ich habe Respekt vor Routine.

    Jedes Werk muss eine innere Notwendigkeit haben.
    Wenn es nur dekorativ wird, verliere ich das Interesse.

  • Welche Rolle spielt Berlin in deiner Arbeit?

    Berlin ist Kontrast.

    Urban, roh, direkt.
    Mexiko ist emotional, historisch, spirituell.

    Zwischen diesen Welten entsteht meine Bildwelt.

  • Was möchtest du langfristig mit MEXICUADRO® erreichen?

    Eine klare Positionierung.

    Kein Trend.
    Keine kurzfristige Mode.

    Sondern eine erkennbare Handschrift.
    Eine Serie von Arbeiten, die zusammen eine Welt bilden.

  • Kannst du von deiner Kunst leben ?

    Noch nicht. Offenbar ist der Markt gerade eher begeistert von Konzepten wie „Banane an der Wand für 6,2 Millionen US‑Dollar“. Da fällt es schwer, mit echter Arbeit mitzuhalten. Manchmal habe ich den Eindruck, dass weniger die Kunst zählt, sondern der Social‑Media‑Lärm darum – und die eigentliche Sache ein bisschen untergeht. Aber gut, vielleicht braucht es einfach nur den richtigen Moment.

  • Hast du noch einen anderen Beruf ?

    Ja, ich arbeite auch in einem kreativen Beruf und darf dort meine Ideen ausleben. Ein wenig berufliche Absicherung schadet nie – selbst die spontansten Menschen nehmen im Urlaub lieber einen Ersatzreifen mit. Kreativität ist großartig, aber ein Plan B sorgt dafür, dass man sie entspannt genießen kann.